WAT

Arbeitslehre / Wirtschaft-Arbeit-Technik

Mit der Vorstellung des gemeinsamen Rahmenlehrplanes für die Bundesländer Berlin und Brandenburg im Jahre 2005 wurden neue Grundlagen für den Unterricht geschaffen. So wurde Arbeitslehre zu Wirtschaft-Arbeit-Technik. Dabei änderte sich nicht nur der Name, es wurden Standards für eine Vielzahl von sogenannten Themenfeldern entwickelt und festgelegt. Diese gelten jeweils für eine Doppeljahrgangsstufe. Für unser Fach bedeutet das Standards für die Doppeljahrgangsstufe 7/8 und 9/10. Diese Standards sind für jedes Themenfeld formuliert und beschreiben allgemeine und dauerhafte Kompetenzen der Schüler.

 

 

Aus den vorgegebenen acht Themenfeldern (Ernährung, Textil, technisch-handwerkliche Produktion, Wohnung, technische Kommunikation, Ökonomie, Berufsorientierung und Betriebspraktikum) wählt jede Schule eigenverantwortlich. Wir haben versucht ein möglichst breites Spektrum abzudecken und auf die Klassen 7 bis 10 altersangemessen zu verteilen.

So erstreckt sich die Arbeit am Themenfeld Berufsorientierung von Klasse 7 bis 10. Jeder Schüler erhält dafür in Klasse 7 den Berufswahlpass, in dem u.a. wichtige Unterlagen wie z.B. Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Praktikumsbeurteilungen gesammelt werden.

 

Parallel dazu werden in Klasse 7 und 8 in geteilten Gruppen halbjährlich insgesamt vier Grundkurse unterrichtet. Zurzeit sind das die Bereiche Textil, Ernährung, technische Kommunikation, Wohnung.

Ab Klasse 9 beginnt die Arbeit in den Schülerfirmen. (Im Schuljahr 2011/12 verlegten wir probeweise diesen Beginn in die Klasse 8, nahmen diese Änderung aber wieder zurück.) Die Schülerfirmen sind jahrgangsübergreifend, umfassen also die Schüler der Klassen 9 und 10. Wenn diese dann drei Wochen im Betriebspraktikum sind – meist zwischen den Herbstferien und Weihnachten – können die 8. Klassen in drei unserer Schülerfirmen „schnuppern“ und sich einen ersten Eindruck verschaffen. Dieser Eindruck soll den Schülern zum Ende der 8. Klasse die Entscheidung für eine Schülerfirma erleichtern.

Zu Beginn der 9. Klasse finden dann mündliche Kurzbewerbungen der Schüler statt, bei denen über eine Aufnahme entschieden wird.

Zurzeit bietet unsere Schule an zwei Tagen in der Woche für jeweils drei Stunden folgende Firmen an:

Grünkern – Cafeteria & Catering,

Gründlich – Textilpflege,

Gründlich – Gartenbau,

Gründlich – Gebäudereinigung

Bis zum Schuljahr 2010/11hatten wir für einige Jahre einen Malermeister an unserer Schule, der erfolgreich die Firma Gründlich – Malerarbeiten leitete.

Unsere Schülerfirmen sollen die Umsetzung der pädagogischen Ziele der Schule unterstützen. Bei der Auswahl der Tätigkeitsbereiche wurden realistische berufliche Perspektiven unserer Schülerschaft sowie Erfahrungen aus erprobten Projekten berücksichtigt. Es geht uns nicht nur um die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, wir bemühen uns auch, das in einem möglichst berufs- und zukunftsorientierten Rahmen zu gestalten, der den Schülerinnen und Schülern bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz bietet.

Wir wollen erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler

  • auf das Leben in der Berufswelt vorbereitet werden (Behörden, Bank, Bildung, Haushalt)
  • soziale und personale Kompetenzen auf- und ausbauen
  • sich Chancen für den Ausbildungsplatzmarkt schaffen
  • durch aktives Tun Selbstbewusstsein entwickeln und ihre Selbstständigkeit fördern
  • das Gefühl bekommen, nützliches Glied der Gesellschaft zu sein bzw. gebraucht zu werden
  • Wertschätzung für eigenes Tun empfinden
  • Schlüsselqualifikationen für das Berufsleben erwerben

Im Bereich WAT werden an unserer Schule die Präsentationsprüfungen durchgeführt. Sie sind Teil der Abschlussprüfung und werden bewertet.